Dem Aargauer Reiseveranstalter fehlen die Einnahmen. Rechts im Bild: Knecht-Reisen-Geschäftsführer Roger Geissberger.
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Reisebranche

Weiterer Kahlschlag: Aargauer Unternehmen Knecht Reisen streicht jede fünfte Stelle

In der Reisebranche kommt es zu einer weiteren Entlassungswelle. Die Knecht-Reisen-Gruppe mit Hauptsitz in Windisch baut einen Fünftel ihrer Arbeitsplätze ab. Auch wird das Filialnetz reduziert.

(rwa) Der Stellenabbau um 20 Prozent passiere über natürliche Abgänge, aber es habe leider auch schon Entlassungen gegeben, sagte Konzernchef Roger Geissberger in einem am Dienstag veröffentlichten Interview auf Travelnews.ch. Dieser Schritt sei notwendig gewesen, obwohl der Konzern bereits im März Kurzarbeit beantragt hätte.

Geissberger rechnet für den Konzern mit einem Umsatzeinbruch von 70 Prozent für das laufende Jahr. Bereits 2021 will der Konzern wieder Gewinn schreiben. Neben dem Stellenabbau wird auch das Filialnetz von 25 auf 21 Filialen reduziert. Bereits geschlossen ist jene im luzernischen Ruswil. Bis Ende Jahr sollen auch die Filialen in Allschwil (BL), Reinach (AG) und Amriswil (TG) dicht machen.

Die Knecht Reisen Gruppe umfasst 17 Marken und ist das viertgrösste Reiseunternehmen der Schweiz. Für das Unternehmen arbeiten rund 300 Personen.

Es ist nicht der erste Kahlschlag in der Branche. Letzte Woche gab das Reiseunternehmen Hotelplan die Entlassung von 170 Mitarbeitenden in der Schweiz und die Schliessung von zwölf Filialen bekannt.

Quelle: CH Media