Der Streit zwischen den Organisatoren des Lauberhornrennens und Swiss-Ski geht in die nächste Runde.
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Abfahrts-Klassiker

Swiss-Ski lässt Lauberhornrennen aus Weltcup-Kalender streichen

Der Streit zwischen dem OK der Lauberhornrennen und der Swiss-Ski-Führung erreicht die nächste Eskalationsstufe. Der Verband lässt den Klassiker in Wengen ab 2022 aus dem Rennkalender streichen.

Swiss-Ski hat am Mittwoch an der Online-Sitzung des FIS-Subkomitees Alpin durch seinen Kommissions-Vertreter Tom Stauffer beantragt, dass der Weltcup-Klassiker im Berner Oberland ab der Saison 2021/22 aus dem provisorischen Rennkalender gestrichen und durch Rennen an einem anderen Schweizer Ort ersetzt werden wird.

Für den kommenden Winter ist der Kalender hingegen schon definitiv vom FIS-Vorstand abgesegnet und kann das wichtigste und bekannteste Skirennen der Schweiz nicht mehr aus dem Programm gekippt werden. Was danach passiert, liegt ebenfalls in den Händen des FIS-Vorstands.

Seit Anfang Jahr ist der Zwist öffentlich bekannt. In diesem seit 2016 schwelenden Disput geht es insbesondere um die Einnahmen aus nationalen und internationalen Fernsehrechten und um deren Abgeltung von Seiten Swiss-Ski gegenüber den Organisatoren in Wengen. Diese erhoffen sich mehr Geld, weshalb man den Sportgerichtshof CAS anrief. Dessen nicht öffentliches Zwischenurteil folgte bereits vor zwei Monaten, doch die zwei streitenden Parteien haben seither keine Einigung gefunden und kommunizieren vorwiegend über Anwälte.

Näpflin: «Ein Affront und eine Frechheit»

Sicher ist, dass das CAS die Berner Oberländer Organisatoren wie auch Swiss-Ski in die Pflicht nahm, sich doch nochmals gemeinsam an einen Tisch zu setzen und als langjährige Partner zum Wohle des Anlasses und des Sports eine gütliche Einigung auszuarbeiten. In einer Medienmitteilung lässt das Wengener OK nun wissen, dass aus seiner Sicht «mit etwas gutem Willen eine einvernehmliche Lösung möglich wäre». Gleichzeitig beklagt das OK um Präsident Urs Näpflin aber eine fehlende «materielle Reaktion von Swiss-Ski» in den letzten zwei Monaten.

Die nun erfolgte Streichung im Rennkalender ab übernächstem Winter wird bei Swiss-Ski wohl eher als eine Formalität angesehen, da man sich schliesslich mit den Wengenern im immer intensiveren Clinch befindet. Hingegen Urs Näpflin empfindet diesen Akt «als Affront und Frechheit. Wir sind gesprächsbereit, doch Swiss-Ski weigert sich, sich mit uns an den Tisch zu setzen und den Zwischenentscheid zu besprechen und eine Lösung zu finden.»

Von Swiss-Ski war bislang noch keine Stellungnahme zu erhalten.

Quelle: sda