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«In Ecuador siehst du die ganze Welt auf kleinem Raum»

Der Kölliker Marco Nyffeler kümmert sich in Quito um Kinder aus randständigen Familien.

Als Marco Nyffeler 2003 nach Quito kam, steckte der Tourismus noch in den Kinderschuhen. «Ecuador war ein Land für Tramper. Mittlerweile ist es auch eine Destination für Luxusreisende. Wir haben in Quito eines der besten Hotels der Welt», erzählt Nyffeler auf seinem Kurzbesuch in der Schweiz.

Dass der Tourismus so grosse Fortschritte gemacht hat, sei auch den Bemühungen der Regierung zu verdanken. Mit etlichen Werbespots (auch während des Superbowls in den USA) hat Ecuador die Welt für sich begeistert. «Die Werbekampagne 'All You Need Is Ecuador' trifft es ganz gut», meint Nyffeler «Du kannst hier die ganze Welt auf kleinem Raum entdecken».

Marco Nyffeler wohnt in der Hauptstadt Quito. Sie ist bekannt für die Altstadt aus der Kolonialzeit mit vielen Kirchen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Auch wenn er nicht so viel zum Reisen kommt, hat er doch schon einiges von Ecuador gesehen. In Quito selbst gibt es neben den Kirchen sonst noch einiges zu sehen. Ein Museum widmet sich zum Beispiel dem Phänomen der Corioliskraft. So soll das Wasser auf der Äquatorlinie genau senkrecht abfliessen.

2003 gründete der Sozialpädagoge mit seiner ecuadorianischen Frau in Quito das Kinderprojekt «Minadores de Sueños». Dieses finanziert sich ausschliesslich aus Spenden. Nyffeler und seine Frau setzen sich für Kinder aus randständigen Familien ein. Im Moment betreut die Stiftung täglich 70 Kinder und Jugendliche mit Aufgabenhilfe, Mittagstisch, Zwischenverpflegung sowie Schul- und Familienbegleitung. Zusätzlich leitet Marco Nyffeler eine Kita für Ein- bis Dreijährige mit 50 Kindern. Auf diese Weise betreut die Stiftung täglich insgesamt 120 Kinder und Jugendliche. In den Sommerferien profitieren zudem rund 200 Kinder und Jugendliche von einem Freizeitprogramm. Dies trägt dazu bei, dass sie ihre Freizeit nicht auf der Strasse verbringen müssen, wo sie in Kontakt mit Jugendbanden oder Drogen geraten könnten.

Für sein Engagement wurde Nyffeler 2017 für den NAB-Award «Aargauer des Jahres» nominiert.

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