Gut in Mathematik aber keine Leseratten. Die Resultate der PISA-Studie sind da.
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Pisa-Studie

Schweizer sind überdurchschnittlich gut in Mathematik – dafür aber Lesemuffel

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit OECD publizierte heute die Ergebnisse der PISA-Erhebung von 2018. Überdurchschnittlich viele Schweizer Jugendliche erreichen gute und sehr gute Ergebnisse in Mathematik. Im Lesen entsprechen sie hingegen dem OECD-Durchschnitt.

Seit 2000 wird die internationale Vergleichsstudie PISA alle drei Jahre von der OECD durchgeführt. Pisa steht für «Programme for International Student Assessment» (Programm für internationale Schülerbewertung) und gilt als grösster internationaler Schulleistungsvergleich.

Getestet werden die Bereiche Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften. Bei der PISA-Erhebung von 2018 haben 79 Länder, darunter 37 Mitgliedstaaten der OECD sowie 42 weitere Länder und Volkswirtschaften teilgenommen.

In der Schweiz beteiligten sich rund 6000 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 2002 an den Tests. In vielen Bereichen lassen sich ähnliche Feststellungen machen wie bereits vor drei Jahren. So schneiden die Schweizer Jugendlichen erneut am besten in Mathematik ab.

Unter den europäischen Ländern hat einzig Estland einen signifikant höheren Mittelwert als die Schweiz. In den Naturwissenschaften sind die fünfzehnjährigen Schweizer ebenfalls signifikant über dem OECD-Durchschnitt. Hingegen entspricht der Durchschnittswert im Lesen, dem OECD-Mittel, wobei die Schweiz – wie viele andere OECD-Länder auch – eine prozentuale Zunahme bei der Gruppe der leseschwachen Jugendlichen zu verzeichnen hat (plus 4%).

Zudem lässt sich seit der ersten PISA-Erhebung im Jahr 2000 OECD-weit eine Abnahme der Lesefreude bei den 15-jährigen Jugendlichen feststellen.

Dario Pollice
Quelle: CH Media