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Quelle: Kapo SG

Im Video

Hier stoppt die St.Galler Polizei einen Geisterfahrer

Die Kantonspolizei St.Gallen erwischte in der Nacht auf Dienstag einen 41-jährigen Geisterfahrer. Der Mann fuhr auf der Autobahn A13 in Richtung Rheineck. Die Polizei fand in seinem Auto leere Whiskeyflaschen.

Das Video der Kantonspolizei St.Gallen zeigt, wie knapp der Geisterfahrer kurz nach 00.30 Uhr an einem regulär fahrenden Auto vorbei fuhr.

Autobahn gesperrt

Nachdem Autofahrerinnen und Autofahrer der Polizei den Geisterfahrer gemeldet hatten, gelang es mehreren Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen, den Mann zu stoppen. Die Polizei sperrte die A1 bei der Ausfahrt Rheineck.

Bei der Kontrolle des Mannes stellte sich heraus, dass er fahrunfähig war. «Es zeigte sich schnell, dass der Mann Alkohol getrunken hatte», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der St.Galler Kantonspolizei.

Flaschen und Dosen gefunden

«Bei der Kontrolle des Autos fanden wir mehrere leere und angefangene Whiskeyflaschen und auch Bierbüchsen.» Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen ordnete die Entnahme einer Blut- und Urinprobe beim Mann an. Er musste seinen Führerausweis auf der Stelle abgeben.

Das Auto wies frische Beschädigungen auf. «Wir müssen deshalb davon ausgehen, dass er unterwegs Fahrzeuge oder Strasseneinrichtungen beschädigt hat», sagt Krüsi.

Vor der Anhaltung waren mehrere Verkehrsteilnehmer dem Geisterfahrer entgegen gefahren, wie Krüsi weiter sagt. «Ich glaube, wir können von Glück sprechen, dass es keine Frontalkollision gegeben hat.» Nach Mitternacht habe es nicht mehr so viele Fahrzeuge auf der Autobahn gehabt.

Zwei Geisterfahrer schon am frühen Montagmorgen

Bereits in der Nacht zuvor war auf der A13 im Sarganserland und auf der A1 bei der Verzweigung Meggenhus je ein Geisterfahrer festgestellt worden. Diese wendeten wohl selbständig. Sie konnten von der Polizei nicht mehr angehalten werden.

Der Umgang mit Geisterfahrer-Meldungen sei nicht einfach, ergänzt Krüsi. «Man muss ganz anders denken.» Insbesondere, wenn es darum gehe, einen solchen Einsatz zu disponieren.

«Grosses Risiko für Polizisten»

Die Polizisten durchlaufen laut Krüsi regelmässig Ausbildungen, in denen sie lernen, wie sie im Falle eines Geisterfahrers reagieren müssen. Zum Beispiel, wie sie auf Autobahnen einen künstlichen Stau erzeugen können, damit möglichst niemand mehr dem Geisterfahrer entgegen fährt. «Das ist immer eine heikle Angelegenheit und ein grosses Risiko, weil die Polizei letztendlich auf der Autobahn stehen muss, um den Geisterfahrer herauszuwinken.»

Meistens stünden die Geisterfahrer unter dem Einfluss von Suchtmitteln. «Das ist natürlich nochmal ein zusätzliches Risiko für unsere Leute an der Front.»

(red.)