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AARGAU

«Wenn man zu fast 9 Jahren Haft verurteilt wird, war es nicht Ameisenhandel»

Die Aargauer Polizei hat einen Mann wegen Drogenhandels verhaftet. Später stellte sich heraus: Der Dominikaner müsste in Italien schon längst im Gefängnis sitzen.

Als am 7. Mai irgendwo im Aargau die Handschellen klickten, wussten die Polizisten noch nicht, dass ihnen soeben ein dicker Fisch der internationalen Drogenszene ins Netz gegangen war. «Der Mann wurde 2013 in Mailand wegen Drogenhandels zu einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren und 8 Monaten verurteilt», bestätigt Folco Galli vom Bundesamt für Justiz Recherchen von Radio Argovia. Der Dominikaner lebte jahrelang im Aargau und arbeitete laut dem Mailänder Newsportal «Zoommilano.it» als Lagerist in einer Schreinerei. Vor seiner Verurteilung war er Mitglied eines Drogenkartells, das im grossen Stil Kokain aus Südamerika nach Europa importierte. Der heute 36-jährige schmuggelte die Drogen schlussendlich per Bahn aus dem Tessin nach Mailand.

Nun hat das BJ die Italienischen Behörden gebeten, ein Auslieferungsgesuch an die Schweiz zu stellen. Allerdings wird der 36-jährige dann nicht sofort ausgeliefert, weil zuerst die Strafsache im Kanton Aargau abgeschlossen werden muss.

Urs Hofstetter

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