Foto: az Aargauer Zeitung / Audio: az Aargauer Zeitung

Aargau

Veruntreuung bei Alzheimer-Vereinigung Aargau

Der Geschäftsleiter der Alzheimer-Vereinigung Aargau soll über 150.000 Franken veruntreut haben. Jetzt wurde er angezeigt.

Die Alzheimer-Vereinigung Aargau hat ihren Geschäftsleiter fristlos entlassen. Das schreibt die Aargauer Zeitung unter Berufung auf eine Medienmitteilung der Alzheimer-Vereinigung, die heute verschickt werden soll. Der Geschäftsleiter soll regelmässig höhere Geldbeträge von den Konten der Alzheimer-Vereinigung auf sein Privatkonto überwiesen haben. Er soll sein Vergehen eingestanden haben. Demnach liegen der Alzheimer-Vereinigung eine schriftliche Schuldanerkennung vor und eine schriftliche Willensbekundung, den geschuldeten Betrag von über 150'000 Franken möglicherweise noch in diesem Jahr zurückzubezahlen.

Rechnungsabschluss 2016 erst im nächsten Jahr
Da ein Teil des Schadens im ersten Quartal 2017 entstanden ist, haben die Revisoren den Rechnungsabschluss 2016 nicht zur Abnahme empfohlen. Gemäss der Aargauer Zeitung wurde beschlossen, an der Mitgliederversammlung 2018 über beide Jahre Bericht zu erstatten und allfällige Wertberichtigungen auszuweisen. 

Verein nicht Zewo-zertifiziert

Die Alzheimer-Vereinigung Aargau ist nicht Zewo-zertifiziert. Die Stiftung verleiht ein Gütesiegel an gemeinnützige, Spenden sammelnde Organisationen in der Schweiz. «Wir möchten eine kollektive Zeichnungsberechtigung. Die Vereinigung hätte bei uns kein Gütesiegel erhalten», so Zewo-Geschäftsführerin Martina Ziegerer. Ausserdem fügt sie an: «Die Alzheimer-Vereinigung Aargau hat keine angemessene interne Kontrolle. Die Schwelle für die Verhinderung eines Missbrauchs ist zu tief».

Christian Albisser

Quelle: Christian Albisser / Urs Hofstetter 30.6.2017

Argovia
Video Icon
Live
  • Argovia
    Argovia