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Servicemann von Dario Cologna in Doping-Skandal verwickelt?

Laut österreichischen Medien soll ein 33-jähriger Service-Mann aus dem Swiss Ski Team in den Doping-Skandal von Seefeld verwickelt sein.

Wie die Staatsanwaltschaft von Innsbruck bestätigt, wurden verschiedene Personen festgenommen, befragt und anschliessend wieder frei gelassen. Eine dieser Personen soll laut österreichischen Medien der 33-jährige Servicemann sein, der seit rund einem Jahr im Schweizer Ski-Team mit dem Langlauf-Star Dario Cologna arbeitet.

Servicemann von Dario Cologna möglicherweise in Doping-Skandal verwickelt
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Ende Februar hatte die österreichische Polizei einen Doping-Skandal während der Langlauf-Weltmeisterschaft in Seefeld aufgedeckt. Mehrere Profi-Athleten wurden festgenommen, darunter auch der österreichische Langläufer Max Hauke.

Als der Sportler noch die Infusion im Arm hatte, haben die Ermittler dessen Wohnung gestürmt. Ein Polizist hat den Moment in einem Video festgehalten. Ob auch der zweite verhaftete Österreicher, Dominik Baldauf, in der Wohnung war, wird im neunsekündigen Clip nicht ersichtlich. Hauke jedenfalls gibt keine Antwort, die Situation ist ihm sichtlich unangenehm.

Gemäss einem Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, sei es möglich, dass die Verfahren gegen die ausländischen Athleten an ihre jeweiligen Heimatländer abgetreten werden. Betroffen sind auch Sportler aus Estland und Kasachstan.

Den Österreichern droht nach Angaben der Staatsanwaltschaft Innsbruck bis zu drei Jahre Haft. Sie könnten wegen des Vergehens des Sportbetrugs angeklagt werden, führte der Sprecher gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA aus. Doping selbst sei allerdings nach österreichischer Rechtslage nur strafbar, wenn man es bei anderen anwendet.

Der in Erfurt festgenommene Sportmediziner aus Deutschland ist dort einem Ermittlungsrichter vorgeführt worden. Es sei möglich, dass ein Haftbefehl gegen den Mann erlassen werde, sagte ein Sprecher des zuständigen Zollfahndungsamts München.

Nadine König

Quelle: az Aargauer Zeitung 1.3.2019

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