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Quelle: TeleM1

Regierungsratswahl

Jean-Pierre Gallati ist neuer Aargauer Regierungsrat

Mit einem knappen Vorsprung von 1'593 Stimmen gewinnt Jean-Pierre Gallati das Rennen um den Sitz im Regierungsrat gegen Yvonne Feri. Damit ist die Aargauer Regierung erneut frauenlos.

Jean-Pierre Gallati (SVP) ist neuer Aargauer Regierungsrat. Der 53-jährige Wohler Anwalt setzt sich im zweiten Wahlgang einer Ersatzwahl für Franziska Roth (ex-SVP) knapp gegen Yvonne Feri (SP) durch. Für Gallati stimmten 77'462 Aargauer/innen, für Feri 75'869.

Regierungsratswahl: Sieger Jean-Pierre Gallati (SVP)

Schon im ersten Wahlgang hatte Gallati am meisten Stimmen erhalten. Feri landete auf dem zweiten Platz. Beide verpassten jedoch das absolute Mehr wie die weiteren Kandidierenden deutlich. Bis auf Feri und Gallati zogen alle anderen ihre Kandidaturen zurück.

Regierungsratswahl: Verliererin Yvonne Feri (SP)

Gallati ist wie Feri auch am 20. Oktober in den Nationalrat gewählt worden. Diese Position wird Gallati jedoch nach einer Session aufgeben.

Tiefe Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung betrug nur 37.38 Prozent. Im ersten Wahlgang lag sie noch bei 43,9 Prozent.

Bei der Ersatzwahl ging es um den freien Sitz der glücklosen Gesundheitsdirektorin Franziska Roth (Ex-SVP). Die Quereinsteigerin war nach nur zwei Amtsjahren im Sommer zurückgetreten. Sie hatte bei ihrer Wahl für die SVP erstmals einen zweiten Regierungssitz erobert.

Mit der Wahl von Gallati ist die Aargauer Regierung frauenlos. Ihr gehören derzeit Landammann und Justizdirektor Urs Hofmann (SP), Bildungsdirektor Alex Hürzeler (SVP), Finanzdirektor Markus Dieth (CVP) sowie Baudirektor Stephan Attiger (FDP) an. In einem Jahr muss sich das Gremium der ordentlichen Gesamterneuerungswahl stellen.

Frauenlose Kantonsregierung

Der Aargauer Kantonsregierung gehörten bislang nur drei Frauen an. Als erste Frau wurde Stéphanie Mörikofer-Zwez (FDP) Ende 1992 in die Exekutive gewählt. Nach acht Jahren schaffe sie als Finanzdirektorin die Wiederwahl nicht mehr. Sie erreichte zwar das absolute Mehr, schied als überzählig aus.

Acht Jahre bestand der Regierungsrat wieder einzig aus fünf Männern. Dann eroberte mit Susanne Hochuli erstmals eine Politikerin der Grünen einen Sitz in der Exekutive. Die Gesundheitsdirektorin eckte wiederholt an, und die FDP wollte ihr sogar die Verantwortung für das Militärressort entziehen.

Nach acht Jahren trat sie zurück. Nachfolgerin von Hochuli wurde Franziska Roth (SVP), die sich aber schnell mit dem Parlament und ihrer Partei überwarf. Sie trat aus der Partei aus und legte wenig später auch ihr Amt nieder.