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Schaffhausen

CSS schliesst nach Angriff mehrere Filialen

Nach dem ein CSS-Kunde gestern in Schaffhausen Mitarbeiter der Krankenkasse mit einer Kettensäge angegriffen hat, hat die CSS die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. 6 Filialen wurden sofort geschlossen.

Das Personal von Krankenkassen ist in der Regel gut im Umgang mit aggressiven Kunden geschult. Wenn jemand nicht entschlossen ist, ein Blutbad anzurichten, kann er in der Regel mit deeskalierenden Gesprächen beruhigt werden, wie Silvia Schnidrig von der Krankenkasse Swica sagte.

Wie Sozialämter seien auch Krankenkassen häufig von Beschimpfungen, Drohungen und Aggressionen betroffen, sagte Sandra Koblet vom Krankenversicherungsverband santésuisse gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Schwere Tätlichkeiten wie am Montag in Schaffhausen seien jedoch sehr selten. Sie hätten in den letzten Jahren auch nicht zugenommen, ergänzte Swica-Sprecherin Schnidrig.

Selbstschutz der Angestellten an erster Stelle

In vielen Büros von Krankenkassenagenturen gibt es Notausgänge und Videoüberwachungen. Wenn ein Kunde bereits einmal Drohungen ausgesprochen hat, werden künftige Gespräche nur noch zu zweit geführt. Der Selbstschutz der Angestellten steht bei Bedrohungen an erster Stelle. Im Notfall wird empfohlen, Gespräche abzubrechen und die Flucht zu ergreifen. Der ausführliche Bericht zur Kettensäge-Attacke von gibt's hier. 

Mara Schwab

Quelle: sda / Radio Argovia 25.7.2017

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