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Abstimmung

Aargauer Waldbesitzer erhalten nicht mehr Geld vom Kanton

Der Kanton Aargau muss die Waldbesitzer für die gemeinwirtschaftlichen Leistungen nicht besser entschädigen. Die Stimmberechtigten haben eine Volksinitiative mit einer Nein-Stimmenmehrheit von 64,73 Prozent verworfen.

Der Kanton Aargau muss die Waldbesitzer für die gemeinwirtschaftlichen Leistungen nicht besser entschädigen. Die Stimmberechtigten haben eine Volksinitiative mit einer Nein-Stimmenmehrheit von 64,73 Prozent verworfen.

Die Volksinitiative "JA! für euse Wald" wurde mit 120'227 Nein- zu 65'504 Ja-Stimmen abgelehnt. Die Stimmbeteiligung lag bei 45,55 Prozent

Waldinitiative gescheitert, doch: «Wir Förster geben nicht auf, es braucht eine Lösung»
Urs Gsell, Präsdent des Initiativkomitees «Ja! Für euse Wald», sieht, welche Probleme die Waldinitiative scheitern liessen. Aber er sieht auch, welche Probleme in Zukunft auf den Wald im Aargau zukommen. Deren Lösung sieht Jeanine Glarner, Co-Präsidentin des Nein-Komitees, auch ohne Initiative.

Quelle: Tele M1

Damit setzten sich Regierung und Parlament durch. Der Aargau könne es sich nicht leisten 16 Millionen Franken pro Jahr oder ein Prozent der Kantonssteuern für den Wald auszugeben, hiess es.

Die Initiative wollte erreichen, dass der Kanton 25 Franken pro Einwohner und Jahr an die Waldbesitzer bezahlt. Im Aargau gibt es 317 öffentliche Waldeigentümer und 14'000 Privateigentümer.

Förstersohn und Regierungsrat Stephan Attiger: Für den Wald, aber gegen die Waldinitiative
Die Aargauer Stimmbürger haben der Waldinitiative eine Absage erteilt. Regierungsrat Stephan Attiger liegt der Wald als Sohn eines Försters am Herzen. Weshalb er die Waldinitiative abgelehnt hat, sagt er im Interview bei Tele M1.

Quelle: Tele M1

Die Initiative hatten der Försterverband, der Waldwirtschaftsverband und der Verband der Ortsbürgergemeinden lanciert. Auch einzelne Grossräte aus den Reihen von SVP, FDP, CVP und SP machten mit.

Der Wald biete Erholung, Ruhe und saubere Luft, argumentierten sie. Die Forstbetriebe und die privaten Waldbesitzer könnten die Kosten für den Unterhalt oftmals nicht erwirtschaften.

Gescheiterte Waldinitiative: «Jetzt muss man gute Schuhe anziehen im Wald»
Das Initiativkomitee der Waldinitiative hat sich am Abstimmungssonntag in der Biberburg in Hirschthal  versammelt. Die Stimmung ist trotz Scheitern der Vorlage entspannt. Doch die Befürworter, darunter SVP-Grossrätin Vreni Friker, sehen nun so einige Probleme auf den Wald und dessen Nutzer zukommen.

Quelle: Tele M1

Im Vorfeld der Abstimmung kam der Regierungsrat den Initianten einen Schritt entgegen. Die Forstreviere erhalten ab 2019 etwas mehr Geld vom Kanton, nämlich 2,5 Millionen pro Jahr statt wie derzeit eine Viertelmillion Franken.

Wahlrecht für Auslandschweizer

Bei den Ständeratswahlen im Herbst 2019 können die 9300 Aargauer Auslandschweizer erstmals mitreden. Das Volk hiess die notwendige Änderung der Kantonsverfassung mit 93'569 Ja- und 91'076-Nein-Stimmen knapp gut.

Als einzige Partei lehnte die SVP dieses Wahlrecht ab. In elf Kantonen können sich Auslandschweizer laut Angaben der Aargauer Regierung bereits aktiv und passiv an den Ständeratswahlen beteiligen.

Quelle: sda 25.11.2018

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