Die Rösslimatt ist die Siedlung rechts im Bild.
Foto: Michael Küng
Buchs

Wegen Kinderlärm in Überbauung: Migros-Pensionskasse bietet Security auf

In der Überbauung Rösslimatt in Buchs habe das Geschrei und der Kinderlärm das erträgliche Mass überschritten, sagt die Liegenschaftsbesitzerin.

Es ist heiss, die Sommerferien sind coronabedingt gestrichen, die Nerven liegen blank. So könnte man interpretieren, was sich derzeit in Buchs abspielt: Die Migros-Pensionskasse (MPK) hat allen Mietern ihrer Liegenschaft in der Rösslimatt – etwa 500 Wohnungen – einen geharnischten Brief zukommen lassen.

Darin informiert die Liegenschaftsbesitzerin: Weil «das Spielen auf dem Hartplatz und den Durchgängen bei den Häusern, begleitet von stundenlangem lauten Gebrüll und Geschrei, das verträgliche Mass zu überschreiten scheint», hat die MPK per Mitte Juli die Securitas aufgeboten. Diese soll «in den Abendzeiten für Ruhe und Ordnung sorgen». Die Abendzeiten beginnen bei der MPK bereits um 19 Uhr, während laut Polizeireglement der Repol Suret die Ruhezeit erst ab 23 Uhr beginnt.

Auch über Mittag, von 12 bis 13 Uhr, fordert die MPK Ruhe. Und sie fordert implizit bessere Erziehung: «Uns ist bewusst, dass das Spielen für die Entwicklung der Kinder sehr wichtig ist, dennoch sollten auch sie lernen, gewisse Regeln einzuhalten.» Und: «Beim Spielen draussen ist unnötiges Schreien der Kinder allgemein zu mässigen.»

Gegenüber dem "Tagesanzeiger" sagen Anwohner, Kinder und Jugendliche hätten für Lärm gesorgt, etwa mit Ballspielen oder Partys. Die Situation habe sich aber seit dem Einsatz der Securitas merklich beruhigt. Bei der Repol Suret ist dieses Jahr nur ein Einsatz - wegen Nachtruhestörung am 20. Juni - verzeichnet. (nro)

Quelle: Aargauer Zeitung