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Aarauer Schlossbiergarten startet vierte Saison am 23. April

Trotz teurem Aufbau

Letzte Vorbereitungen: Schlossbiergarten Aarau startet bald in die neue Saison

Wo im Winter Leere herrscht, steht im Sommer seit vier Jahren der Schlossbiergarten in Aarau. Diese Woche haben die Aufbauarbeiten für die Saison 2024 begonnen. Dem Betreiber wäre es allerdings lieber, wenn der Aufbau weniger Aufwand mit sich bringen würde.

Seit Dienstag herrscht im Park vor dem Aarauer Schlössli emsiges Treiben. Denn die Aufbauarbeiten für den Schlossbiergarten haben begonnen. Vorsichtig wird ein Container-Modul nach dem anderen mit dem mobilen Kran abgeladen und minutiös platziert. Das Wetter zeigt sich an diesem Tag eher von der unfreundlich Seite. «Wenn es das einzige schlechte Wetter dieser Saison ist, dann haben wir einen grossartigen Sommer vor uns», sagt der Betreiber Rolf Portmann beim Besuch von ArgoviaToday. Nächste Woche werde alles eingerichtet und die Abläufe eingespielt, erklärt Portmann. Bis auf die Platzchefin sind nämlich alle neu im Team, sagt er weiter.

Neues aus der Küche

Die Vorfreude auf die Biergarten-Saison 2024, welche am 23. April startet, ist bereits gross. «Wir freuen uns riesig, mit dem Schlossbiergarten Aarau in die vierte Saison zu gehen. Wir hoffen auf gutes Wetter mit wenig Gewitter und natürlich auch, dass die Schweiz so weit wie möglich in der EM kommt, damit wir einige Public Viewings veranstalten können», so Portmann.

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Auf dem Menü feiern einige traditionelle Gerichte wie der heisse Fleischkäse ihr Comeback, auch Vegi-Menüs stehen auf der Karte. Bei den Getränken wolle man vermehrt Erfrischungsgetränke wie Lemon und Aperol Spritz einbauen. Zusätzlich wird das Standardbiersortiment dieses Jahr neu mit einem Pilsner Bier der Marke Brooklyn ergänzt. «Das ist auch in der Schweiz stark auf dem Vormarsch», sagt Portmann weiter.

Das «Debakel» mit dem Auf- und Abbau

Den Biergarten von A bis Z jede Saison aufzubauen, ist für Portmann und sein Team ein «finanzielles Debakel», sagt der Chef, der in Aarau auch die Kinos Ideal und Schloss betreibt. Obwohl die ganzen Abläufe mit den Jahren immer genauer und routinierter vonstattengehen, und dadurch auch kosteneffizienter werden, belaufen sich die Kosten gemäss Portmann immer noch zwischen 30000 bis 35000 Franken. «Ich hoffe, dass wir mit der Stadt Aarau in Zukunft eine bessere Lösung finden», sagt er weiter.

Auf Anfrage von ArgoviaToday, welche Vorteile es für die Stadt Aarau mit sich bringt, wenn das Areal zwischen den Saisons leer geräumt wird, heisst es von der Stadt Aarau schriftlich: «Der Blick auf die denkmalgeschützten Objekte wie dem Haus zum Schlosspark oder dem Schlössli bleiben unverstellt, was wiederum viele Aarauerinnen und Aarauer sowie Touristen freut». Gerade an so zentraler Lage sei die Lagerung von nicht benötigten Einrichtungen auf öffentlichem Grund in einem so stark exponierten Raum nicht vertretbar. Davon würden also alle profitieren, wenn der öffentliche Raum an diesem Ort nicht als Lagerfläche benutzt wird.

Portmann hofft auf Verlängerung der Bewilligung

Für Alternativen zu den Containern und weiteren standortgerechten Ideen sei die Stadt jedoch offen. Wichtig sei, dass konsumfreie Flächen in der Innenstadt erhalten blieben und die wichtigen Flächen auch im Winter attraktiv seien. Die Fläche wurde in der Biergarten-freien Zeit jedoch nur dreimal bespielt: Am MAG, am Rüeblimärt und während des Weihnachtsmarkts, der mit rund einem Monat am längsten Platzbedarf hatte. Der Vorschlag von Portmann lautet darum: Die Container könnten in den Weihnachtsmarkt integriert werden, damit man sie nicht abtransportieren muss.

Um die Mehrkosten durch den jährlichen Auf- und Abbau, Transport und Einlagerung einzuspielen, muss bis auf Weiteres also manche Mass verkauft werden. Rolf Portmann hofft drum auch in diesem Jahr auf eine erfolgreiche Saison, um dann auch das fünfte Jahr in Angriff nehmen zu können. Danach hofft er auf Verlängerung der danach auslaufenden Bewilligung der Stadt Aarau. Die Motivation, den Aufwand jedes Jahr aufs Neue auf sich zu betreiben, ist für Portmann vor allem der Kontakt zu den Gästen: «Wir haben ganz viele Stammgäste, das freut mich sehr. Das zeigt einem, dass man nicht alles falsch macht.»

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 11. April 2024 08:02
aktualisiert: 11. April 2024 08:26
sekretariat@argovia.ch