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Safran könnte im Kampf gegen Krebs helfen

Im Mutterland des Risottos haben Forscher im Kampf gegen den Krebs eine hoffnungsvolle Entdeckung gemacht. Ihnen ist gelungen die krebshemmende Wirkung von Crocetin nachzuweisen, einem Inhaltsstoff von Safran.

Wie das Journal of Agricultural Food and Chemistry berichtet, konnte das italiensch-amerikanische Forscherteam aufzeigen, wie Crocetin die Ausbreitung von Gebärmutterhals- und Lungenkrebszellen blockiert, ohne dabei das normale Zellwachstum zu verhindern.

Konkret unterdrückt das im Safran enthaltene Crocetin ein Enzym, welches in Krebszellen besonders aktiv ist. Dieses Enzym wird sonst für die Produktion von Milchsäure gebraucht. Der Körper produziert Milchsäure, wenn Zellen ungenügend mit Sauerstoff versorgt sind – beispielsweise Muskelzellen bei sportlicher Betätigung.

Diese natürliche Produktion von Milchsäure wird bei Krebsbefall auch bei genügender Sauerstoffversorgung angeregt. Dadurch können sich Krebszellen schneller vermehren.

Der Safran-Bestandteil Crocetin blockiert das Wachstum von L-Lactatdehydrogenase (LDH), einem zur Produktion von Milchsäure notwendigen Enzym.

Noch befindet sich die Forschung über die krebshemmende Wirkung von Safran in den Kinderschuhen. Bis zur allfälligen Entwicklung eines markttauglichen Medikaments mit dem Inhaltsstoff Crocetin kann noch viel Zeit verstreichen. Ein bisschen Safran in den Reis oder in den Kuchen zu tun, ist aber schon heute keine schlechte Idee – und sei es allein wegen dem Geschmack und der schönen, gelben Farbe.

 

Quelle: watson.ch 28.7.2017

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