Foto: Keystone

Good News

Island als Vorbild der Gleichstellung der Geschlechter

Als erstes Land weltweit hat der zweitgrösste Inselstaat Europas ein Gesetz eingeführt, das Lohndiskriminierung aufgrund des Geschlechts verbietet.

Seit dem 1. Januar ist es in Island illegal, Frauen weniger Lohn als Männer zu bezahlen. Unternehmen, die mehr als 25 Mitarbeiter beschäftigen, müssen in Zukunft nachweisen, dass sie ihren Angestellten unabhängig vom Geschlecht das Gleiche bezahlen.

Wer das nicht tut, muss ein Busgeld bezahlen. Seit neun Jahren ist Island, laut dem World Economic Forum (WEF), das Land, das sich am meisten für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzt. Das beginnt bereits in der Politik: 50 Prozent des isländischen Parlaments ist von Frauen besetzt. Auch für die Zukunft hat sich Island einiges vorgenommen: Bis 2022 will die Regierung die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede gänzlich auszugleichen.

«Ich denke, dass die Menschen jetzt erkennen, dass es sich um ein systematisches Problem handelt, das wir mit neuen Methoden lösen müssen», sagte Aradottir Pind, Vorstandsmitglied der isländischen Frauenrechtsvereinigung, gegenüber dem Sender Al Jazeera. 

Und auch Thorsteinn Viglundsson, isländischer Sozialminister, steht ganz hinter dem neuen Gesetz: «Die Zeit ist reif, um mal etwas Radikales in diese Richtung zu unternehmen». 

 

Quelle: watson.ch 5.1.2018

Argovia
  • Argovia
    Argovia