Schweiz

Glückskette sammelt über 10 Millionen

Die Glückskette hat am nationalen Sammeltag 10.1 Millionen Franken für die Opfer der Hungersnot in Afrika gesammelt. Die Hungerkatastrophe finde abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit statt, hiess es bei der Glückskette.

Es hat sich in den letzten Wochen gezeigt, dass die Betroffenheit der Schweizer Bevölkerung über diese humanitäre Katastrophe und die Solidarität mit den Opfern trotz geringer medialer Präsenz hoch ist. Am Dienstag dem 11. April 2017, dem nationalen Sammeltag, kamen über zehn Millionen Franken zusammen. Das Rekordergebnis sei namentlich dem Engagement junger Leute auf den sozialen Netzwerken zu verdanken. 

Am Sammeltag nahmen über 300 Freiwillige von sechs Uhr morgens bis Mitternacht die Spendenversprechen per Telefon entgegen. 

Verstärkter Einsatz von sozialen Medien
Die Glückskette hatte am Sammeltag auch ihre Aktivitäten auf den sozialen Medien intensiviert. Sie riefen Schulen, Unternehmen und Vereine auf, Sammelaktionen zugunsten der Opfer der Hungersnot in Afrika durchzuführen und stellte dazu eine Spenden-Plattform zur Verfügung (handeln.glueckskette.ch). 

Partnerhilfswerke vor Ort
Die Partnerhilfswerke der Glückskette sind bereits im Einsatz, doch das Geld fehlt, um die Tätigkeiten weiterzuführen und die betroffene Bevölkerung zu erreichen. Im Südsudan, wo der Zugang zu den am stärksten betroffenen Gebieten sehr schwierig ist, leisten das HEKS, Medair, Caritas Schweiz, das Schweizerische Rote Kreuz und Terre des hommes - Kinderhilfe Hilfe für mehrere Tausend Menschen, indem sie notfallmässig Nahrung und Wasser verteilen und medizinische Hilfe leisten. In Somalia, wo in den letzten Tagen eine Choleraepidemie die Situation zusätzlich verschärft, sind Save the Children, ADRA und Medair aktiv. In Nigeria unterstützt Save the Children derzeit grosse Gruppen von Vertriebenen mit punktuellen Beiträgen der Glückskette.

Spenden
Spenden für die Opfer der Hungersnot in Afrika können weiterhin auf glueckskette.ch, über die Swiss-Solidarity-App der Glückskette oder auf das Postkonto 10-15000-6 (Vermerk «Hungersnot in Afrika») überwiesen werden. Einzahlungsscheine der Glückskette liegen in jeder Poststelle auf.

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