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Aargau

Von Mäusen im Trinkwasser und falschem Pfeffer

Das Amt für Verbraucherschutz hat für das Jahr 2016 die Ergebnisse der durchgeführten Kontrollen veröffentlicht. Wegen des Spardrucks des Kantons konnte das Amt im vergangenen Jahr weniger Kontrollen vornehmen.

Die wichtigsten und auffälligsten Zahlen und Fakten aus dem Jahr 2016 im Überblick:

  • Die im Jahr 2013 eingeführten Betriebshygiene-Kontrollen in Verpflegungsbetrieben zeigen Wirkung: Während bei Einführung noch knapp 20 Prozent der Betriebe bei der Erstkontrolle ungenügend waren, waren dies 2016 nur noch knapp 10 Prozent; die Quote konnte also halbiert werden.
  • Wenig erfreulich sind die Ergebnisse der untersuchten Pfefferproben: In 4 von 16 Proben handelte es sich entweder gar nicht um Pfeffer, war der Pfeffer mit 2 von 3 Reismehl gestreckt oder erheblich mit Fremdmaterial verunreinigt.
  • Untersuchungen der Pestizidanalytik zeigten auf, dass über 40 Prozent der Grünteeproben Überschreitungen der zugelassenen Höchstwerte aufwiesen.
  • Im Bereich der Gebrauchsgegenstände gaben insbesondere Fasnachtskostüme Grund zu Beanstandungen. 2 der 12 untersuchten Kostüme mussten wegen ihrer Brennbarkeit und der dadurch entstandenen Gesundheitsgefährdung vom Markt genommen werden.
  • Eine eher ungewöhnliche Trinkwasserverunreinigung entstand durch Mäuse, die in ein Reservoir einwanderten und ertranken.
  • Gemäss Meldung der Aargauer Gemeinden waren im Berichtsjahr 38'398 Hunde als taxpflichtig gemeldet. Der Veterinärdienst erhielt 571 Meldungen über Vorfälle mit Hunden. Wegen Verstössen gegen das Hundegesetz wurde in 95 Fällen eine Strafanzeige eingereicht.
Das Aargauer Amt für Verbraucherschutz (AVS) hat wegen des Spardrucks des Kantons im vergangenen Jahr weniger Kontrollen vorgenommen. Es gab 3400 Inspektionen in Betrieben mit Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen - 400 weniger als im Vorjahr.

Quelle: SDA / Radio Argovia / Christoph Wasser 4.5.2017

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