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Schweiz

«Trinkwasser-Initiative schiesst übers Ziel hinaus»

Passend zum heutigen Weltwassertag ist in Bern die Trinkwasser-Volksinitiative lanciert worden. Diese verlangt, dass allen Bauern die Subventionen gestrichen werden, wenn sie weiter Pestizide und Antibiotika verwenden.

Die Initianten der Initiative fordern, dass nur noch diejenigen Landwirtschaftsbetriebe mit Steuergeldern unterstützt werden, welche die Umwelt, das Trinkwasser und die Gesundheit von Mensch und Tier respektieren und nicht gefährden. Man wolle dies mit drei einfachen Anforderungen erreichen, die leicht und ohne bürokratischen Aufwand umgesetzt und kontrolliert werden können.

Staatliche Unterstützung sind denjenigen Betrieben vorbehalten…

  • welche pestizidfrei produzieren
  • welche nur so viele Tiere halten, wie sie aus ihrem eigenen Boden ernähren können
  • welche in ihrer Tierhaltung Antibiotika nicht prophylaktisch einsetzen.

«Die Initiative schiesst übers Ziel hinaus», erklärte Ralf Bucher, Geschäftsführer des Bauernverbandes Aargau, auf Anfrage von Radio Argovia. 

Ansonsten müsse man viel mehr Nahrungsmittel aus dem Ausland importieren, wo die Belastung erfahrungsgemäss grösser sei als bei uns. Pestizide und Antibiotika massvoll einsetzen, müsse das Ziel sein. Und daran arbeite man intensiv mit Aktionsplänen.

Die Initianten der Trinkwasser-Initiative haben eineinhalb Jahre Zeit, die geforderten mindestens 100‘000 Unterschriften zusammen zu bringen.

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