Foto: az Aargauer Zeitung

Aargau

Rotstift bei den Stipendien

Der Aargauer Grosse Rat spart bei den Stipendien. Künftig müssen Aargauer Studenten einen Teil ihrer Ausbildungsbeiträge zurückzahlen. Damit rechnet der Kanton mit Einsparungen von rund 1.5 Millionen.

Die Debatte um die Sparmassnahmen bei den Stipendien begann schon vor der Sitzung des Aargauer Grossen Rates. Das Netzwerk Sozialer Aargau demonstrierte mit gut zwei Dutzend Personen vor dem Grossratsgebäude gegen die Änderungen im Stipendiengesetz. «Nicht bei den Schwächsten sparen» hiess es auf einem Transparent. 

Studenten sollen sich verschulden

Die meisten Änderungen im Stipendiengesetz sind geringfügig. Für Gesprächsstoff sorgt jedoch die Frage, ob künftig ein Teil der Unterstützungsleistungen für Studierende als zinslose Darlehen ausbezahlt werden. Konkret: 1/3 würden auf Tertiärstufe als zinslose Darlehen vergeben. 2/3 als herkömmliche Stipendien. 

Die Studierenden sind wenig begeistert
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CVP schwenkt um

Die Stipendienpolitik sei darauf ausgerichtet, den Studierenden einen möglichst schnellen Abschluss zu ermöglichen, so der Aargauer Regierungsrat. SVP und FDP stehen einem Splitting offen gegenüber. Auch die CVP Fraktion schwenkte heute um und stellte sich hinter das Splitting Modell.

Hochwasserschutz und Entwicklungsleitbild

Das Entwicklungsleitbild 2017-2026 des Aargauer Regierungsrates nimmt das Parlament deutlich zur Kenntnis. Die Regierung will mit dem Strategiepapier zeigen, wie sich der Kanton weiterentwickeln soll. Ausserdem stand der Hochwasserschutz im Raum Zofingen und Strengelbach auf dem heutigen Programm der Aargauer Legislative. Aufgrund der langen und emotionalen Stipendien-Debatte, wurde dieses Traktandum jedoch vertagt. 

Stephan Weber

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