Foto: Aqua Libre

Brugg

Pionierprojekt gescheitert

Ein von der IBB Energie AG lanciertes Projekt zur innovativen Wasserkraftnutzung wurde vom Kanton abgelehnt.

Es hätte ein schweizweites Pionierwerk werden sollen: Die IBB Energie AG wollte in der Aare bei Brugg sechs Strömungsturbinen installieren, und damit genügend Strom für einen Zehntel der Stadt Brugg produzieren. Der Kanton hat das Projekt nun abgelehnt.

Lanciert wurde dieses Projekt schon vor knapp drei Jahren, im Frühling 2015. Das Konzessionsgesuch «zur innovativen Wasserkraftnutzung für eine nachhaltige Energieversorgung» wurde nun aber vom Kanton nicht bewilligt.

Man habe Bedenken betreffend der Sicherheit, hiess es auf Anfrage beim Kanton. Am betreffenden Ort würden sich im Sommer viele Schwimmer und Boote aufhalten. Dies sei schlicht und einfach zu gefährlich. 

Die IBB reagiert enttäuscht. Es sei für die Region eine «verpasste Chance für eine stabile Stromproduktion während 24 Stunden pro Tag und 365 Tagen im Jahr».

Vergleiche mit einem in Österreich bereits erfolgreich laufenden Projekt lässt der Kanton aber nicht zu: Die Donau sei viel breiter, es würden sich kaum Schwimmer bis zu den Turbinen herauswagen. Dementsprechend sei die Gefahr an dieser Stelle auch nicht so gross. 

Michael Wettstein / Michel Kessler

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