Quelle: Keystone

International

Personen aus Umfeld des Pariser Angreifers werden vernommen

Französische Ermittler haben drei Personen aus dem familiären Umfeld des getöteten Angreifers in Paris in Polizeigewahrsam vernommen. Der Angreifer hatte am Donnerstag einen Polizisten erschossen.

Nach dem Terrorakt in der französischen Hauptstadt Paris, bei welchem ein Polizist ums Leben kam und zwei weitere Beamte verletzt wurden, werden nun drei Angehörige des Angreifers polizeilich vernommen. Es handle sich um das klassische Vorgehen in solchen Fällen, hiess es. Das französische Innenministerium meldete zudem, ein im Zusammenhang mit dem mutmasslichen Anschlag gesuchter Mann habe sich den belgischen Behörden in Antwerpen gestellt.

Der nach Medienberichten 39-jährige mutmassliche Täter schoss am Abend auf der zentral gelegenen Champs-Élysées mit einer Waffe auf einen geparkten Mannschaftswagen der Polizei. Der Tatort wurde danach weiträumig abgesperrt. Nachdem die Antiterrorstaatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen hatte, bekannte sich die Terrormiliz IS zur Tat.

Der Attentäter war französischer Staatsbürger, wie der belgische Innenminister Jan Jambon dem Sender VRT sagte. Zudem ist aus Ermittlerkreisen bekannt, dass der Angreifer 2005 bereits wegen zwei Angriffen mit Schusswaffen auf zwei Polizisten und einen dritten Mann zu 15 Jahren Haft verurteilt worden war.

Die Haftstrafe sass er jedoch nicht vollständig ab. Im Februar wurde er den Angaben zufolge erneut festgenommen wegen des Verdachts, dass er Polizisten ermorden wolle. Aus Mangel an Beweisen kam er allerdings wieder frei.

Quelle: sda 21.4.2017

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