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Nobelpreis

Nobelpreis für Schweizer Forscher

Der diesjährige Chemie-Nobelpreis für Chemie geht unter anderem an den Schweizer Jacques Dubochet. Nach 15 Jahren Pause geht damit wieder ein Chemie-Nobelpreis in die Schweiz.

Der diesjährige Chemie-Nobelpreis für Chemie geht an den Schweizer Jacques Dubochet, Joachim Frank (USA) und Richard Henderson (GB). Sie werden für die Entwicklung von Kryoelektronenmikroskopie geehrt, wie die Nobel-Jury in Stockholm mitteilte.

Die Entwicklung der drei Forschenden ermöglicht Einblicke in die Details von Molekülen. Jacques Dubochet arbeitet an der Universität Lausanne. Er verbesserte diese Mikroskopietechnik Anfang der 1980er Jahre wesentlich, indem er die in Wasser gelösten Moleküle für die Messung rasant einfror. Dadurch behalten die Moleküle ihre natürliche Form, und ihre Struktur kann untersucht werden. «Der Preis für die drei Forscher ist sehr verdient», sagt Gebhard Schertler vom PSI in Villigen auf Anfrage von Radio Argovia. «Dubochet hat dabei einen sehr wichtigen Beitrag geleistet.»

«Grosse Anerkennung»

Zwei Stunden nach Bekanntgabe des Chemie-Nobelpreises hat Jacques Dubochet vor den Medien in Lausanne von einer «grossen Anerkennung» gesprochen. Er hob auch die Verdienste anderer Forscher hervor. «Wenn man von diesem Preis hört, dann erfüllt einen das mit dem Gefühl grosser Anerkennung», sagte der 75-Jährige im Rektorat der Universität Lausanne.

Schweizer Regierung über Nobelpreis erfreut

Bundespräsidentin Doris Leuthard zeigte sich erfreut über die Vergabe des Nobelpreises an den Schweizer Forscher Jacques Dubochet. Forschungsminister Johann Schneider-Ammann gratulierte auf französisch. Und der SP-Fraktionschef wies darauf hin, dass Dubochet SP-Stadtparlamentarier von Morges VD ist.

Christoph Wasser

Quelle: sda / Radio Argovia 4.10.2017

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