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Schweiz

Internet-Pause für Rekruten

Um den Militärdienst attraktiver zu machen, will der neue Armeechef für Rekruten tagsüber eine 15-minütige Pause zum Surfen einführen.

Die Schere zwischen dem zivilen und dem militärischen Leben ist laut Armeechef Philippe Rebord zu gross geworden. «Wenn sich der Zivildienst so weiterentwickelt, bekommen Armee und Zivilschutz ein Problem», sagte der Armeechef in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Er will den Jungen den Einstieg in die Armee erleichtern - und ihnen zum Beispiel eine Viertelstunde am Tag das Surfen im Internet erlauben.

Der Aargauer SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner hat kein Verständnis für diese Idee. «Natürlich sind wir im Internetzeitalter, eine solche Pause ist aber völlig unnötig. Die Rekrutenschule soll kein Ferienlager werden», sagt Giezendanner auf Anfrage von Radio Argovia. Mehr Anklang findet die Idee des Armeechefs bei FDP-Nationalrätin und Sicherheitspolitikerin Corina Eichenberger: «Die Idee ist kreativ und sicher eine Möglichkeit unter vielen, den Militärdienst und WK attraktiver zu machen».

Quelle: sda / Radio Argovia / Christoph Wasser 19.6.2017

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