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Zürich

Ehemaliger Knie-Clown verurteilt

Das Zürcher Bezirksgericht hat David Larible wegen eines Übergriffs auf ein 14-jähriges Mädchen verurteilt.

Der weltbekannte Clown wurde mit einer bedingten Geldstrafe bestraft und darf die Schweiz fünf Jahre lang nicht mehr betreten. Zudem muss er dem Mädchen Schadenersatz und Genugtuung bezahlen.

Bei dem Urteil folgte das Gericht vollumfänglich der Staatsanwaltschaft. Man habe dem Mädchen klar mehr geglaubt als dem Beschuldigten. Die Aussagen des Mädchens seien überzeugend. Es sei zudem kein Grund erkennbar, weshalb dieser Fan sein Idol zu Unrecht beschuldigen sollte. Gemäss Urteil hat der ehemalige Clown das Mädchen in seinem Hotelzimmer mehrmals mit Zunge geküsst.

«Sie haben einem Mädchen den ersten Kuss gestohlen.», sagte der Richter an Larible gerichtet. Was der Clown zu seiner Verteidigung vorgebracht habe, bezeichnete der Richter als nicht nachvollziehbar. So habe er etwa nicht erklären können, warum er als 60-jähriger Mann eineinhalb Stunden mit einem Mädchen im Hotelzimmer blieb.

Der Anwalt von David Larible hat bereits angekündigt, das Urteil weiterzuziehen. David Larible bestreitet die Tat.

David Larible
Der weltbekannte Clown David Larible ist in erster Instanz schuldig gesprochen worden. Der Richter folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und sprach den 60-Jährigen wegen sexueller Handlungen mit einer Minderjährigen schuldig. Larible beteuert seine Unschuld. Er habe die damals 14-Jährige nicht geküsst. Sein Anwalt Valentin Landmann kündigte an, dass er das Urteil weiterziehen werde.

Quelle: sda

Sven Gretler, Anwalt des Mädchens
Sven Gretler, der Anwalt des jungen Mädchens im Fall David Larible, betont die Glaubwürdigkeit seiner Mandantin. Das Mädchen habe sich im Gegensatz zum beschuldigten Clown nicht in Widersprüche verstrickt. Der Richter sah es als erwiesen an, dass Larible die damals 14-Jährige mit der Zunge küsste und sprach den 60-Jährigen schuldig. Nicht überrascht zeigte sich Gretler, dass das Urteil an die nächsthöhere Instanz weitergezogen wird.

Quelle: sda

Tim Eppler / Karin Flückiger

Quelle: sda 15.8.2017

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