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Sport

«Das beste Sportmagazin der Welt»

Es ist eine gewagte Aussage des Sportmagazins «No. 1» - dahinter stecken neben Journalisten und Artdirektoren auch 13 Schweizer Sportlerinnen und Sportler.

Finanziert wird das ganze Projekt ausschliesslich mit Crowdfunding. 100'000 Franken wollen die Verantwortlichen sammeln, sagt Initiator Christof Gertsch gegenüber Radio Argovia. «Gestern war der Startschuss, bis heute haben wir bereits 40'000 Franken zusammen.»

Andere Geschichten

Speziell ist das Magazin, weil es mit den Sportlern zusammenarbeitet. Diese schreiben gleich selber die Geschichten. In der Redaktion sitzen neben Iouri Podladtchikov, Tom Lüthi, Timea Bacsinszky, Lara Dickenmann und Dominique Gisin auch Ariella Kaeslin, Mujinga Kambundji, Stefan Küng, Andri Ragettli, Viktor Röthlin, Nino Schurter, Nicola Spirig und Christoph Spycher.

«Wir haben die Sportlerinnen und Sportler gefragt, was ist in der heutigen Berichterstattung unterrepräsentiert?», so Gertsch. Die Idee sei, dass die Sportgrössen Themen einbringen, die bis jetzt nicht beachtet wurden.

Teuer ist der Druck

Wenn man Geld spendet, dann kriegt man auch etwas dafür. Neben einem Exemplar des Magazins gibt es, je nach dem wie viel Geld man spendet, auch noch persönliche Geschenke. «Das geht von einer Skistunde mit Dominique Gisin bis zu einem Lauftraining mit Viktor Röthlin», erklärt Gertsch.

Das teuerste am Projekt ist der Druck des Print-Magazins. Da man keinen Verlag hat, muss man dafür Geld in die Hand nehmen. Man hätte zwar alle Berichte und Geschichten auf eine Online-Plattform stellen können, habe sich aber bewusst dagegen entschieden, sagt Gertsch. «Wir sind in den Print-Journalismus verliebt und es gibt Geschichten, die in einem Magazin schöner zu lesen sind als auf einem Tablet.»

Nur eine Auflage

Kaufen kann man «No. 1» in keinem Laden. Es wird nur für die produziert, die vorher auch gespendet haben. Es gibt auch nur eine einzige Auflage des Magazins. Die Erste im Herbst 2018 wird zugleich die letzte sein. «Wir sind natürlich offen, dass es weitergeht, dies ist momentan aber nicht geplant», erklärt Gertsch. Man wolle jetzt zuerst einmal die Reaktionen der Leser abwarten.

 

 

 

Tim Eppler

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